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Wie installiert man die Ladestation des Mähroboters?

19.05.2021
Der (vergleichsweise geringe) Zeitaufwand für die Installation der Ladestation vor der ersten Inbetriebnahme ist ein notwendiges Übel, um anschließend jede Menge Zeit bei der Rasenpflege einzusparen. Doch was ist dabei zu beachten, damit der Betrieb des neuen Rasenroboters später auch reibungslos gelingt?

Die Anschaffung eines neuen Rasenroboters ist zunächst mit einem Zeitaufwand verbunden. Schließlich muss der Gartenhelfer mit der Ladestation eine Anlaufstelle haben und durch den Begrenzungsdraht wissen, welche Flächen gemäht werden sollen und welche nicht. Die Installation ist entgegen einiger skeptischer Stimmen nicht schwer und wenn Sie einige Dinge dabei beachten und vorab planen, gibt es im laufenden Betrieb später keinerlei Probleme.


Schritt 1: Die Suche nach dem geeigneten Standort


Die Wahl des Standortes für die Ladestation ist wichtig, damit der Roboter diese auch reibungslos ansteuern kann. Geeignet ist eine zentrale Lage, die vor der Station etwa 3 Meter Platz bietet, sodass eine Anfahrt von allen Seiten problemlos möglich ist.
Wichtig ist auch, dass der Begrenzungsdraht, der von der Station wegführt und diese auf der anderen Seite wieder erreicht, rund 3 Meter geradeaus läuft. Verwinkelte Ecken sind daher zwar unauffällig, doch eher ungeeignet für die Ladestation, da das Signal den Roboter während der Suche der Station irritieren kann.


Die Fläche, auf der die Station steht, ist möglichst eben und liegt möglichst innerhalb der Rasenfläche. Auch eine Steckdose in der Nähe ist wichtig, da die Ladestation mit einem Niederspannungskabel betrieben wird, das keine großen Strecken überbrücken beziehungsweise auch nicht verlängert werden kann. Eine Außensteckdose sollte natürlich für den Betrieb im Freien geeignet sein.


Neben der prallen Sonneneinstrahlung sollte auch ein Spritzwasserschutz gegeben sein. Der Rasensprenger in der Nähe der Station wirkt sich auf Dauer eher ungünstig aus, da eindringendes Wasser die Elektronik im Inneren beschädigen könnte. Umgekehrt führt die dauerhafte Hitze zu einem schnelleren Altern des Akkus. Die gleichen Standortbedingungen hinsichtlich Sonnen- und Spritzwasserschutz gelten im Übrigen für den Transformator.


Wie findet der Mähroboter die Ladestation?


Hersteller nutzen unterschiedliche Systeme, die den Rasenroboter zurück an die Ladestation leiten. Weit verbreitet ist der Begrenzungsdraht, an dem der Roboter bei niedrigem Akkustand einfach entlangfährt, bis er die Ladestation erreicht.
Andere Hersteller setzen auf ein zusätzliches Suchkabel, das einmal quer durch die Rasenfläche verläuft. So lässt sich die Strecke abkürzen, wenn die Akkuleistung mitten auf der Fläche nachlässt – allerdings ist die Installation auch aufwendiger, da Sie ein zusätzliches Kabel zum Begrenzungsdraht verlegen müssen.


Schritt 2: Anschluss der Ladestation


Haben Sie einen geeigneten Standort für die Ladestation ermittelt, ist der Anschluss einfach.

  • Verbinden Sie das Niederspannungskabel mit der Ladestation.
  • Stecken Sie das Stromkabel des Transformators in die Steckdose.
  • Befestigen Sie die Platte am Boden.

Tipp: Warten Sie mit der Befestigung der Platte, bis Sie sicher sind, dass der Begrenzungsdraht richtig verlegt ist. So können Sie die Ladestation gegebenenfalls noch etwas in ihrer Position nachjustieren.


Schritt 3: Verlegen des Begrenzungsdrahtes


Damit der Rasenroboter später weiß, welche Flächen gemäht werden sollen und welche nicht, ist jetzt noch das Verlegen des Begrenzungskabels notwendig. Dieses startet an der einen Seite der Station, führt dann einmal komplett um die Rasenfläche herum und endet schließlich an der anderen Seite der Station, sodass ein geschlossener Kreislauf entsteht. Dieser erzeugt ein Magnetfeld, das der Roboter erkennt und das Signal dann auch nicht überfährt. Beim Verlegen gilt es, einige Punkte wie den richtigen Abstand zur Rasenkante zu beachten. Auch darf sich das Kabel an keiner Stelle kreuzen.


Das Kabel können Sie sowohl ober- als auch unterirdisch verlegen. Während die oberirdische Verlegung einfacher ist, da das Kabel nur mit einigen Rasenhaken auf dem Grün befestigt werden muss, erfordert das unterirdische Verlegen deutlich mehr Zeit. Dafür ist das Kabel dann vor Witterungseinflüssen geschützt und droht auch nicht, z. B. beim Vertikutieren des Rasens beschädigt oder gar durchtrennt zu werden.


Schritt 4: Mähroboter starten


Haben Sie die vorbereitenden Maßnahmen abgeschlossen, setzen Sie den Mähroboter in die Station, sodass sich der Akku erstmals auflädt. Anschließend folgt die weitere Programmierung von Mähzeiten, Datum und Uhrzeit und auch dem Diebstahlschutz. Falls erforderlich, können Sie auch verschiedene Startpunkte für Haupt- und Nebenzonen definieren und die Schnitthöhe verändern.


Besonders einfach ist die Installation bei Modellen mit einem Touch Display oder auch der Steuerung per App. Dadurch lässt sich das Gerät in wenigen Minuten vom Mobiltelefon aus programmieren. Ist im Roboter ein GSM-Modul installiert, brauchen Sie dazu nicht mal in der Nähe des Roboters sein, sondern können die Einstellungen komplett ortsunabhängig durchführen.


Schritt 5: Nachjustieren


Es ist durchaus sinnvoll, den Mähroboter bei seiner ersten Fahrt zu beobachten. Gibt es noch Probleme beim Abfahren der Bereiche oder erfolgt das Mähen der Kanten noch nicht wie gewünscht, bietet es sich an, Nachjustierungen direkt vorzunehmen. Ist das erledigt, haben Sie künftig viel Freude an ihrem neuen Gartenhelfer, der Ihnen einen unglaublichen Zugewinn an Freizeit verschaffen wird.

Die Installation eines Mähroboters ist einfacher als man denken mag. Das einzige, was wirklich zunächst etwas Zeit kostet, ist das Verlegen des Begrenzungskabels. Die anschließende Inbetriebnahme hingegen ist durch die moderne Technik ein absolutes Kinderspiel.

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