Wie viel kostet ein Mähroboter?

03.05.2021
Dass Mähroboter keine Schnäppchen sind und ein Vielfaches eines einfachen Elektromähers kosten, ist allgemein bekannt. Und doch lohnt sich die Investition – der Zugewinn an Freizeit ist enorm. Wer dafür nicht direkt mehrere Tausend Euro auf den Tisch legen möchte, kann immer noch ein Einsteigermodell mit nur wenigen Features kaufen, denn die Preisspanne der Produkte ist groß.

Während ein Elektro-Rasenmäher schon unter 100 Euro zu haben ist, kosten selbst günstige Mähroboter von Markenherstellern rund Tausend Euro. Wer dazu den Wunsch nach einer Zusatzausstattung oder größerer Flächenleistung hegt, muss schnell auch mal mit 2.000 Euro oder mehr rechnen. Allerdings lohnt sich die Anschaffung, denn Ihnen bleibt mehr Zeit für die angenehmen Dinge im Garten. Zudem profitiert der Rasen von der Pflege durch einen Rasenroboter, die Qualität des Grüns nimmt in vielen Gärten deutlich zu. Ob sich der Kauf letztlich rentiert, hängt von mehreren Faktoren ab.


Die Anschaffungskosten des Mähroboters


Der Anschaffungspreis eines Mähroboters bestimmt sich nach der Leistung, Ausstattung und seinen Funktionen. So müssen Sie für einige Hundert Quadratmeter mehr schnell tiefer in die Tasche greifen als für ein kleineres Modell. Auch die Komplexität der Rasenfläche entscheidet über die Kosten: Wer einen Rasen mit vielen Ecken und Winkeln hat, benötigt Wendigkeit, bei mehreren Mähzonen muss der Roboter unterschiedliche Startpunkte ansteuern können. Kostenfaktoren bei der Anschaffung eines Rasenroboters sind z. B.

  • Flächenleistung 
  • Schnittbreite
  • Leistung des Akkus
  • zusätzliche Ladestationen für separate Flächen
  • über den Lieferumfang hinausgehender Bedarf an Begrenzungsdraht
  • Antriebsräder für eine bessere Traktion in Hanglagen

Andere Funktionen wie eine Kantenschnittfunktion sind bauartbedingt und müssen sich nicht zwingend in einem höheren Preis niederschlagen. Besonders zu Buche schlagen jedoch die zahlreichen zusätzlichen Features.


Zusatzfeatures kosten extra


Es gibt günstige Basismodelle, die kaum über Zusatzfunktionen verfügen, sondern sich auf das Wesentliche beschränken. Diese bieten zwar weniger Komfort, erfüllen ihre Aufgabe jedoch teilweise nicht weniger gut. Diese Modelle eignen sich in der Regel vor allem für kleine Rasenflächen und einfache Gartengrundrisse.


Legen Sie Wert auf einen hohen Komfort in der Bedienung, steigen die Anschaffungskosten des Rasenroboters schnell an. Der zusätzliche Luxus zahlt sich oft jedoch durch das einfache Handling, einen erweiterten Diebstahlschutz oder eine Effizienzsteigerung durch die Optimierung per GPS-Analyse aus. Hilfreiche Eigenschaften eines Rasenroboters, die den Bedienkomfort steigern, sind z. B.:

  • GPS-Modul
  • Sprachsteuerung
  • Touch Screen
  • 360°-Sensoren

Stromkosten für den Mähroboter


Wie hoch die monatlichen Stromkosten ausfallen, hängt von der Leistung des Roboters ab. Geht man von einem Gerät mit einer Motorleistung von 20-25 Watt aus, das täglich 10-12 Stunden in Betrieb ist, liegen die monatlichen Stromkosten bei 6-8 kWh. Bei einem Betrieb von März bis November liegen die jährlichen Stromkosten dabei gerade mal bei 14-18 Euro für den Mähroboter.


Die Stromkosten steigen mit der steigenden Leistung an, wobei sie sich selbst bei Rasenrobotern, die sich für Flächen von 4.000 m² und mehr eignen, bei etwa 40 Euro bewegen und damit überschaubar sind.


Ersatzteile für den Mähroboter


Vor allem die Messer sind ein Verschleißteil, das es beim Mähroboter regelmäßig auszutauschen gilt. Bei manchen Robotern halten die Messer laut Herstellerangaben auch mal eine Saison durch, was die Kosten gering hält. Bei anderen Modellen ist ein Austausch alle 4-6 Wochen nötig. Mit rund 15 Euro halten sich die Kosten für die benötigten Messer für eine Saison allerdings in Grenzen.


Ein durchschnittlicher Akku hält rund 2.500 Ladezyklen aus, die nach rund 3-5 Jahren erreicht sind. Nach dieser Zeit sollten Sie den Akku austauschen, um die ursprüngliche Leistung wieder herzustellen. Rechnen Sie dabei mit Kosten von rund 80 Euro für einen Originalakku.


Kosten im Vergleich


Zunächst erscheint die Anschaffung eines Elektro- oder Benzinmähers deutlich günstiger als jene eines Rasenroboters. Bei genauerer Betrachtung amortisiert sich der Kaufpreis jedoch schnell. Deutlich wird das vor allem, wenn man die Arbeitszeit in Stunden in die Rechnung einbezieht. Dann ist ein durchschnittlicher Rasenroboter für eine Fläche von 500 m² im ersten Jahr nur unwesentlich teurer, in den Folgejahren sogar deutlich günstiger.

  Mähroboter Elektromäher Benzinmäher
Anschaffungskosten 1.000 Euro 200 Euro
50 Euro für Kabel
300 Euro
20 Euro Benzinkanister
Betriebskosten Strom bzw. Treibstoff / Jahr 14-18 Euro 15-20 Euro 30 Euro
Messer / Jahr 15 Euro 30 Euro (Service) 50 Euro (Wartung)
Akku / Jahr (3-5 Jahre Lebensdauer) 16-27 Euro    
Rasendünger 30 Euro 60 Euro 60 Euro
Arbeitszeit für Pflege und Wartung á 10 Euro die Stunde 40 Euro
40-60 Euro Installation im ersten Jahr
480 Euro 480 Euro
Gesamtkosten im ersten Jahr 1.155-1.190 Euro 835-840 Euro 940 Euro
Kosten in Folgejahren 115-130 Euro 585-590 Euro 620 Euro

Die Kosten eines Mähroboters hängen im Wesentlichen von der Leistung und den Ausstattungsmerkmalen ab. Legen Sie keinen Wert auf einen hohen Bedienkomfort, gibt es günstige Einsteigermodelle bereits für rund 1.000 Euro. Die im Vergleich zu anderen Rasenmäherarten amortisieren sich schnell, sodass sich die Anschaffung nicht nur aufgrund des Zugewinns an Freizeit schnell auszahlt.