Welcher Mähroboter eignet sich für kleine Gärten?

01.05.2021
Je kleiner der Garten, desto kompakter darf auch der Mähroboter sein. Das spart nicht nur Energie, sondern erweist sich auch durch die Wendigkeit kleiner Modelle und geringeren Anschaffungskosten als klarer Vorteil. Doch welcher Mähroboter eignet sich am besten für kleine Gärten?

Kleine Flächen sind schnell gemäht und brauchen daher keinen großen Mähroboter. Entscheiden Sie sich für ein kompaktes Modell, ist dieses nicht nur im Einkauf günstiger. Auch im laufenden Betrieb lässt sich jede Menge Energie sparen. Doch worauf kommt es bei einem Mähroboter für kleine Gärten noch an, damit sich das Gerät nicht als Fehlkauf entpuppt?


Die richtige Flächenleistung berechnen


Die wohl wichtigste Kennzahl eines Mähroboters ist die Flächenleistung. Anhand dieser ermitteln Sie, welches Produkt zu Ihrer Rasenfläche passt. Die Herstellerangabe bezieht sich dabei auf das Mähen unter optimalen Bedingungen ohne Berücksichtigung von eingeschränkten Mähzeiten, die sich beispielsweise durch die Nutzung am Tage, Hindernisse oder verwinkelte Gärten ergibt. Durch besondere Anstrengungen ist der Akku schneller leer, die Anzahl der Ladeintervalle erhöht sich und die Flächenleistung sinkt. Berechnen lässt sich die Flächenleistung mit folgender Formel:


Flächenleistung laut Herstellerangabe in m²   *   geplante wöchentliche Einsatzzeit in Stunden    /

Angabe der Einsatzzeit des Herstellers inklusive Ladezeiten

=   tatsächliche Flächenleistung


Entscheiden Sie sich für ein Modell, das Ihren Anforderungen großzügig gerecht wird, jedoch auch nicht überdimensioniert ist. Eine höhere Flächenleistung bedeutet auch mehr Power und in der Regel eine höhere Schnittbreite – die zulasten der Wendigkeit geht und die Stromkosten unnötig in die Höhe treibt.


Auf das Schnittbild kommt es an


Auch in kleinen Gärten wirkt erst ein akkurat geschnittener Rasen gepflegt. Viele Rasenroboter für kleine Flächen sind günstig in der Anschaffung, sparen dafür aber auch an der Qualität der Messer. Das Ergebnis: Die Klingen rupfen die Halme eher ab als dass sie diese sauber schneiden, das Schnittbild wird unsauber.
Achten Sie beim Kauf daher auf hochwertige, langlebige Klingen, die sich mit wenigen Handgriffen bei Bedarf selbst austauschen lassen.


Die Lautstärke des Mähroboters


Mähroboter bewegen sich im laufenden Betrieb meist zwischen 60 und 70 dB. Damit arbeiten sie vergleichsweise leise und sind schon im Abstand von zehn Metern nicht mehr zu hören. 
Ist das Verhältnis zu den Nachbarn ohnehin angespannt, empfiehlt sich der Kauf eines besonders geräuscharmen Gerätes mit einem Geräuschpegel von etwa 60 dB.


Die Wendigkeit des Mähroboters in kleinen Gärten


Im Gegensatz zu großen Gärten sind Rasenflächen in kleinen Gärten meist eher verwinkelt und mit engen Passagen versehen. Für einen Rasenroboter bedeuten derartige Aspekte eine besondere Herausforderung. Hier sind Modelle, die mit einer schmalen Schnittbreite um die 20 cm besonders wendig sind, klar im Vorteil. Das verringert zwar die Flächenleistung, sorgt aber dafür, dass die Roboter besser navigieren können und Nacharbeiten in Ecken und Kanten geringer ausfallen.


Eine schmale Schnittbreite sorgt für hohe Wendigkeit, die sich in kleinen Gärten mit vielen Winkeln und Ecken als Vorteil erweist. Wenngleich die Effizienz auf großen Flächen dabei nicht so hoch ist wie bei größeren Rasenrobotern, so erzielen kompakte Geräte auf engem Raum bessere Ergebnisse.


Mähen mit Kantenfunktion


Bauartbedingt befinden sich die Messer eines Mähroboters auf der Unterseite. Oft liegen sie sogar noch zwischen den beiden Antriebsrädern, sodass sich entlang von Beeten oder Mauern das Problem ergibt, dass der Roboter die äußeren Halme nicht erfasst. Aufwendige Nacharbeiten sind die Folge. Vor allem bei Modellen für größere Flächen gibt es viele Roboter mit einer speziellen Kantenschnittfunktion, bei der die Messer über den Radstand hinausragen – Nacharbeiten sind kaum mehr nötig. Auf diese komfortable Eigenschaft brauchen Sie auch bei kompakten Mährobotern für kleine Gärten nicht verzichten.


Achten Sie bei der Auswahl Ihres Rasenroboters auf eine praktische Kantenschnittfunktion. Die über den Radstand herausragenden Messer schneiden die Halme auch entlang von Rasenkanten zuverlässig, sodass sich Nacharbeiten auf ein Minimum reduzieren.


Effizientes Rasenmähen mit starken Akkus


Die Leistung von Elektrogeräten wird meist in Amperestunden angegeben. Diese Zahl sagt aus, wie viel Strom der Akku speichern und dann auch wieder abgeben kann. Bei kleineren Rasenrobotern sind beispielsweise Akkus mit 4,3 Ah oder 4,9 Ah verbaut. Rein rechnerisch bedeutet das, dass ein solcher Akku eine Stunde lang mit 4,3 bzw. 4,9 Ampere belastet werden kann. Das ist für kleine Rasenflächen in jedem Fall ausreichend.
Zusammen mit der Voltzahl ergibt sich dann der Verbrauch des Gerätes, anhand dessen Sie die Ausdauer, die sogenannten Wattstunden, ermitteln können. Multipliziert man die beiden Größen, lassen sich verschiedene Roboter schnell miteinander vergleichen.


Kinderleichte Bedienung per App


Anders als große Roboter verfügen Rasenroboter für kleine Gärten meist nicht über ein Bedienfeld per Touch Screen. Doch braucht man auf einen hohen Bedienkomfort auch bei kompakten Rasenrobotern nicht verzichten. 
Modelle, die sich per App programmieren und steuern lassen, überzeugen durch einen hohen Bedienkomfort. 

Für den kleinen Garten braucht es keinen großen Mähroboter. Spezielle Modelle mit schmalen Schnittbreiten, einer geringen Betriebslautstärke und einer einfachen Bedienung eignen sich optimal für Rasenflächen von 300 m² oder weniger – und sind dabei vergleichsweise günstig in der Anschaffung. So bleibt mehr Zeit, in der Sie Ihren Garten in vollen Zügen genießen können.