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Was macht ein Mähroboter mit Laub?

28.05.2021
Werfen im Herbst die Bäume ihr Laub ab, beginnt zum Ende des Gartenjahres noch einmal eine arbeitsintensive Phase. Schließlich dürfen die herabgefallenen Blätter nicht zu lange auf dem Rasen liegen bleiben, da ansonsten Schimmelbefall und Fäulnis drohen. Und dann gibt es da noch den Rasenroboter. Die Geräte sind dafür ausgelegt, einen Rasen zu mähen, der frei von Barrieren und Hindernissen ist. Wie verhält es sich hier mit Laub?

Ein Mähroboter ist darauf ausgelegt, eine Rasenfläche zu mähen, die möglichst frei von Hindernissen ist. Vor allem im Herbst kommt es jedoch immer wieder vor, dass Fallobst oder auch Laub herumliegen und die Arbeit des Roboters erschweren. Doch was passiert eigentlich genau, wenn der Mähroboter auf das Herbstlaub trifft?


Probleme beim Herbstlaub


Zunächst sollte jede*r Gartenbesitzer*in bestrebt sein, größere Laubmengen zeitnah von der Rasenfläche zu entfernen. Vor allem beim nasskalten Wetter mangelt es ansonsten schnell an der nötigen Belüftung der Rasenpflanzen und es drohen Schimmel und Fäulnis. Doch auch für den Mähroboter ist es einfacher, wenn Sie herabgefallenes Laub regelmäßig zusammenrechen.
Bei Feuchtigkeit droht eine Laubschicht rutschig zu werden, sodass der Mähroboter seine optimale Bodenhaftung verliert. Bleiben feuchte Blätter an den Rädern haften, verstärkt sich dieser Effekt zusätzlich. Vor allem in Hanglagen fangen die Räder schnell an durchzudrehen und der Roboter bleibt stecken. Diese Rotationsbewegung befördert wiederum die Abnutzung des Rasens. 
Ein weiteres Problem kann entstehen, wenn eine dicke Laubschicht den akkuraten Rasenschnitt verhindert. Können die Messer den Rasen aufgrund einer großen Laubmenge nicht richtig erfassen, leidet eventuell das Schnittbild. Das ist vor allem gegeben, wenn sich besonders viel Laub in Senken und Bodenunebenheiten sammelt und der Roboter den darunterliegenden Rasen nicht mehr erfassen kann.


Schadet das Laub dem Mähroboter?


Grundsätzlich zerkleinern die Messer des Rasenroboters Herbstlaub einfach. Damit einher geht allerdings für gewöhnlich eine schnellere Abnutzung der Messer – die bei Messertellern noch wesentlich größer ausfällt als bei den robusten Sternmessern.
Darüber hinaus sind weitere Schäden am Mähroboter selbst selten und treten eigentlich nur auf, wenn sehr kompakte Geräte auf extrem große Laubmengen treffen, und es dadurch zu Blockaden der Messer kommt.


Laub mit dem Mähroboter mulchen?


Insbesondere Sternmesser sind robust genug, um Laub genauso einfach wie Rasen zu zerkleinern. Das hat allerdings nicht nur den Nachteil, dass sich die Klingen überdurchschnittlich schnell abnutzen, sondern das zerkleinerte Laub begünstigt auf dem Rasen zudem die Moosbildung. Handelt es sich um Walnuss- oder Eichenlaub, wirkt sich die Gerbsäure zudem negativ auf die Bodenqualität aus.
Anders als der feine Rasenmulch zersetzt sich das Laub zudem nicht massenhaft innerhalb kurzer Zeit auf der Rasenfläche. So führt eigentlich kein Weg daran vorbei, zumindest größere Mengen zu entfernen. Ist es bereits durch den Mähroboter zerkleinert, erschwert dies das Zusammenrechen zusätzlich. Sinnvoller ist es daher, das Laub schon einzusammeln, bevor der Mähroboter mit seiner Arbeit startet.


Welcher Mähroboter eignet sich bei Laub?


Kaum ein*e Gartenbesitzer*in wird Zeit und Muße haben, um sich tagtäglich um die Beseitigung von Laub zu kümmern, sodass immer das eine oder andere Blatt auf dem Rasen liegen wird, wenn der Rasenroboter startet. Wer gleich mehrere Bäume im Garten hat, entscheidet sich in diesem Fall am besten für ein Modell, das mit Laub besonders gut fertig wird. Hilfreiche Eigenschaften sind dabei:

  • Geländetaugliche Räder mit einem groben Profil, die auch bei feuchtem Laub über einen guten Grip verfügen. So ist auch am Hang das Risiko geringer, dass sich der Mähroboter festfährt. Optimieren lässt sich die Traktion zusätzlich mit einer Radbürste, die das feuchte Laub direkt im laufenden Betrieb von den Rädern entfernt.
  • Ein pendelnd aufgehängtes Mähdeck, das Bodenunebenheiten kompensiert und auch bei etwas Laub auf dem Boden für einen gleichmäßigen Schnitt sorgt.
  • Ein Mähroboter mit Sternmesser verfügt über eine robustere Klinge. Bei zu viel Laub nutzt sich auch dieses schneller ab als gewöhnlich, wird zunächst jedoch besser mit Laubmengen fertig als die feinen Klingen der Messerteller.
  • Ein Mulchentferner sorgt dafür, dass sich kein Laub an der Unterseite des Gerätes sammelt und die Mähleistung beeinträchtigt.

Mähroboter und Herbstlaub – Tipps zur Rasenpflege

  • Sorgen Sie dafür, dass der Rasen weitgehend frei von Laub ist. Einzelne Blätter schaden weder dem Mähroboter, noch gehen sie zulasten des Schnittergebnisses. Anders sieht es aber aus, wenn sich eine geschlossene Laubschicht auf dem Rasen befindet.
  • Vermeiden Sie den Betrieb des Rasenroboters, wenn sehr viel feuchtes Laub im Garten liegt. Trotz geländetauglicher Modelle besteht ein erhöhtes Risiko, dass der Rasen durch die Räder beschädigt wird.
  • Überprüfen Sie immer wieder, ob sich Gegenstände unter der Laubschicht befinden, die dem Mähroboter schaden können. Vor allem Steine können den Messern einen empfindlichen Schaden zufügen. Umgekehrt könnten sich unter dem Laub Igel oder andere Tiere verstecken.

Kleinere Laubmengen stellen weder für den Rasen noch den Mähroboter ein Problem dar. Hier empfiehlt sich allerdings die Wahl eines Mähroboters mit Sternmesser, der das Laub sorgfältig zerkleinert. Spätestens, wenn sich eine geschlossene Decke bildet, ist es jedoch an der Zeit, den Laubrechen oder einen Akku-Laubbläser in die Hand zu nehmen und den Rasen von der Laubschicht zu befreien.

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