Deutschland Blog Was macht ein Mähroboter mit Laub?

Was macht ein Mähroboter mit Laub?

13.12.2022
Laub auf dem Rasen beeinträchtigt die Gesundheit des Rasens und sollte daher regelmäßig entfernt werden. Mit einem klassischen Rasenmäher fahren Sie einfach über die Blätter hinweg, um sie zu zerkleinern und im Fangsack zu sammeln. Doch was macht ein Mähroboter mit Laub?

Werfen im Herbst die Bäume ihr Laub ab, beginnt zum Ende des Gartenjahres noch einmal eine arbeitsintensive Phase. Schließlich dürfen die herabgefallenen Blätter nicht zu lange auf dem Rasen liegen bleiben, da ansonsten Schimmelbefall und Fäulnis drohen. Mit dem klassischen Rasenmäher ist diese Arbeit gegebenenfalls schnell erledigt, da die Blätter im Mähwerk zerkleinert, mit dem Rasenschnitt zusammen im Fangsack landen und einfach entsorgt werden können. Doch dann gibt es da noch den Rasenroboter. Die Geräte sind dafür ausgelegt, einen Rasen zu mähen, der frei von Barrieren und Hindernissen ist. Vor allem im Herbst kommt es jedoch immer wieder vor, dass Fallobst oder auch Laub herumliegen und die Arbeit des Roboters erschweren. Doch was passiert eigentlich genau, wenn der Mähroboter auf das Herbstlaub trifft?

PROBLEME BEIM HERBSTLAUB UND MÄHROBOTERN

Zunächst sollte jede:r Gartenbesitzer:in bestrebt sein, größere Laubmengen zeitnah von der Rasenfläche zu entfernen. Vor allem beim nasskalten Wetter mangelt es ansonsten schnell an der nötigen Belüftung der Rasenpflanzen und es drohen Schimmel und Fäulnis. Auch Pilzkrankheiten breiten sich unter der Laubschicht einfacher aus.

Doch auch für den Mähroboter ist es einfacher, wenn Sie herabgefallenes Laub regelmäßig zusammenrechen. Bei Feuchtigkeit droht eine Laubschicht rutschig zu werden, sodass der Mähroboter seine optimale Bodenhaftung verliert. Bleiben feuchte Blätter an den Rädern haften, verstärkt sich dieser Effekt zusätzlich. Vor allem in Hanglagen fangen die Räder schnell an durchzudrehen und der Roboter bleibt stecken. Diese Rotationsbewegung befördert wiederum die Abnutzung des Rasens. 

Ein weiteres Problem kann entstehen, wenn eine dicke Laubschicht den akkuraten Rasenschnitt verhindert. Können die Messer den Rasen aufgrund einer großen Laubmenge nicht richtig erfassen, leidet eventuell das Schnittbild. Das ist vor allem gegeben, wenn sich besonders viel Laub in Senken und Bodenunebenheiten sammelt und der Roboter den darunterliegenden Rasen nicht mehr erfassen kann.

 

SCHADET DAS LAUB DEM MÄHROBOTER?

Grundsätzlich zerkleinern die Messer des Rasenroboters Herbstlaub einfach. Damit einher geht allerdings für gewöhnlich eine schnellere Abnutzung der Messer – die bei Messertellern noch wesentlich größer ausfällt als bei den robusten Sternmessern. Die Abnutzung des Mähroboters hängt dabei natürlich von der Laubmenge ab. Weitere Schäden am Mähroboter selbst sind selten und treten eigentlich nur auf, wenn sehr kompakte Geräte auf extrem große Laubmengen treffen und es dadurch zu Blockaden der Messer kommt.

  • Bei mittleren Laubmengen sind vor allem die Messer betroffen. Bleiben Blätter an den Rädern hängen, verschlechtert sich die Traktion, die vor allem bei Nässe das Abrutschen begünstigt. Umgekehrt drehen die Räder an Steigungen leichter durch und beschädigen so die Grasnarbe unnötig.
  • Mit größeren Laubmengen hat der Rasenroboter zunehmend zu kämpfen, sodass sich auch der Motor abnutzen kann, da dieser das Mähwerk antreibt und einer größeren Belastung ausgesetzt ist. Daneben schadet das ausgeworfene Laub dem Rasen und es droht Gefahr, dass der Mähroboter kleine Gartenbewohner verletzt, die sich unter dem Laub verstecken.

LAUB MIT DEM MÄHROBOTER MULCHEN?

Mit klassischen Rasenmähern ist es möglich, das Herbstlaub unkompliziert einzusammeln. Dazu mähen Sie den Rasen wie gewohnt, wobei sich Modelle mit einem Fangsack am besten dafür eignen. Das Laub wird durch das Mähwerk zusammen mit dem Schnittgut zerkleinert und komprimiert in den Fangsack geworfen. Von hier aus können Sie es einfach auf dem Kompost oder der Biotonne entsorgen. Was aber ist bei Mährobotern, die nach dem Mulchprinzip arbeiten und über keinen Fangsack verfügen?

Insbesondere Sternmesser sind robust genug, um Laub genauso einfach wie Rasen zu zerkleinern. Gerade nasses Laub bleibt jedoch tendenziell eher liegen und wird durch das Gerät nur angeschnitten. Auch ist zu bedenken, dass Mähroboter nicht als Laubschneider konzipiert wurden und sich bei größeren Laubmengen entsprechend schnell abnutzen.

Das hat allerdings nicht nur den Nachteil, dass sich die Klingen überdurchschnittlich schnell abnutzen, sondern das zerkleinerte Laub begünstigt auf dem Rasen zudem die Moosbildung. Handelt es sich um Walnuss- oder Eichenlaub, wirkt sich die Gerbsäure zudem negativ auf die Bodenqualität aus.

Schließlich leidet auch das Schnittbild unter der Laubschicht. Kämpft der Mähroboter mit größeren Mengen Laub, erfassen die Messer unter Umständen nicht mehr alle Halme und das Schnittbild ist nicht mehr akkurat einheitlich.

Anders als der feine Rasenmulch zersetzt sich das Laub zudem nicht massenhaft innerhalb kurzer Zeit auf der Rasenfläche. So führt eigentlich kein Weg daran vorbei, zumindest größere Mengen zu entfernen. Ist es bereits durch den Mähroboter zerkleinert, erschwert dies das Zusammenrechen zusätzlich. Sinnvoller ist es daher, das Laub schon einzusammeln, bevor der Mähroboter mit seiner Arbeit startet. Dazu eignen sich beispielsweise Akku-Laubbläser oder der klassische Rechen.

WELCHER MÄHROBOTER EIGNET SICH BEI LAUB?

Kaum ein:e Gartenbesitzer:in wird Zeit und Muße haben, um sich tagtäglich um die Beseitigung von Laub zu kümmern, sodass immer das eine oder andere Blatt auf dem Rasen liegen wird, wenn der Rasenroboter startet. Wer gleich mehrere Bäume im Garten hat, entscheidet sich in diesem Fall am besten für ein Modell, das mit Laub besonders gut fertig wird. Hilfreiche Eigenschaften sind dabei:

  • Geländetaugliche Räder mit einem groben Profil, die auch bei feuchtem Laub über einen guten Grip verfügen. So ist auch am Hang das Risiko geringer, dass sich der Mähroboter festfährt. Optimieren lässt sich die Traktion zusätzlich mit einer Radbürste, die das feuchte Laub direkt im laufenden Betrieb von den Rädern entfernt.
  • Ein pendelnd aufgehängtes Mähdeck, das Bodenunebenheiten kompensiert und auch bei etwas Laub auf dem Boden für einen gleichmäßigen Schnitt sorgt.
  • Ein Mähroboter mit Sternmesser verfügt über eine robustere Klinge. Bei zu viel Laub nutzt sich auch dieses schneller ab als gewöhnlich, wird zunächst jedoch besser mit Laubmengen fertig als die feinen Klingen der Messerteller.
  • Ein Mulchentferner sorgt dafür, dass sich kein Laub an der Unterseite des Gerätes sammelt und die Mähleistung beeinträchtigt.
  • Radbürsten entfernen direkt während der Fahrt Laub und andere Fremdkörper von den Rädern, damit die Traktion optimal erhalten bleibt.

MÄHROBOTER UND HERBSTLAUB – TIPPS ZUR RASENPFLEGE

  • Sorgen Sie dafür, dass der Rasen weitgehend frei von Laub ist. Einzelne Blätter schaden weder dem Mähroboter, noch gehen sie zulasten des Schnittergebnisses. Anders sieht es aber aus, wenn sich eine geschlossene Laubschicht auf dem Rasen befindet.
  • Vermeiden Sie den Betrieb des Rasenroboters, wenn sehr viel feuchtes Laub im Garten liegt. Trotz geländetauglicher Modelle besteht ein erhöhtes Risiko, dass der Rasen durch die Räder beschädigt wird. Auch bleibt das feuchte Laub einfacher an den Rädern kleben und die Messer stumpfen noch deutlich schneller ab.
  • Überprüfen Sie immer wieder, ob sich Gegenstände unter der Laubschicht befinden, die dem Mähroboter schaden können. Vor allem Steine können den Messern einen empfindlichen Schaden zufügen. Umgekehrt könnten sich unter dem Laub Igel oder andere Tiere verstecken, die verletzt werden, wenn der Mähroboter sie überfährt.
  • Der Herbst ist ein idealer Zeitpunkt, um den Rasen noch einmal von Moos und Unkraut zu befreien. Das klappt am besten mit einem Vertikutierer, der den Rasenfilz sorgfältig aus dem Rasen zieht. Für optimale Ergebnisse stellen Sie die Schnitthöhe des Mähroboters auf ca. 2-3 cm ein.

MÄHROBOTER OHNE BEGRENZUNGSKABEL BEI HERBSTLAUB

Die meisten Mähroboter navigieren anhand eines Begrenzungskabels, das vor der ersten Inbetriebnahme um die Rasenfläche gelegt wird. Das Gerät erkennt dann anhand eines elektrischen Signals, welche Grenze nicht überfahren werden darf.

Anders verhält es sich bei Rasenrobotern, die ohne Begrenzungskabel auskommen. Diese arbeiten mit Grassensoren, die den Untergrund „abtasten“ und alles mähen, was nach Rasen aussieht. Liegt im Herbst Laub auf dem Rasen, fällt die Unterscheidung merklich schwerer. Der Mähroboter kann unter Umständen nicht mehr unterscheiden, welche Flächen Rasen sind. Vor allem, wenn eine geschlossene Laubdecke vom Rasen in das Beet übergeht, kann es passieren, dass der Mähroboter Bodendecker und Co. in den Beeten einkürzt.

Bei Mährobotern ohne Begrenzungskabel kommt es daher besonders auf das Entfernen von Laub vor dem Mähen an, um die Rasenkanten deutlich zu markieren.

GARTENGERÄTE ZUM ENTFERNEN VON LAUB

Um den Rasenroboter zu schonen, ist es am sinnvollsten, das Laub regelmäßig vor dem Mähen zu entfernen. Das ist sicherlich nicht immer möglich, wenn es im Herbst dauerhaft von den Bäumen fällt, empfiehlt sich zwischendurch jedoch sicherlich, um die Langlebigkeit von Messern & Co. zu steigern. Auch wenn der Verschleiß der Messer keinen technischen Defekt darstellt – zu höheren Kosten führt der häufigere Austausch allemal. Zum Entfernen von Laub bieten sich gleich mehrere Gerätschaften an:

  • Der klassische Rechen leistet vor allem in kleinen Gärten gute Dienste, um Laub, Äste und andere Fremdkörper vom Rasen zu entfernen.
  • Laubbläser sind effizient, um auch größere Flächen von Laub zu befreien. Sie gibt es als Elektro-, Akku- oder Benzingeräte, teilweise sind sie mit einem Fangbehälter ausgestattet (d. h. Laubsauger), die das Laub direkt zerkleinern und für die Entsorgung komprimieren.
  • Der klassische Rasenmäher wird eigentlich nicht mehr benötigt, wenn es einen Mähroboter gibt. Für das Einsammeln von Laub bietet sich jedoch ein Modell mit Fangsack an, das nicht nur den Rasenschnitt sondern auch das Laub direkt zerkleinert.
  • Auf sehr großen Flächen lassen sich am besten Rasentraktoren mit Anhänge-Laubkehrmaschinen nutzen, die den Rasen großflächig vom Laub befreien.

FAZIT

Kleinere Laubmengen stellen weder für den Rasen noch den Mähroboter ein Problem dar. Hier empfiehlt sich allerdings die Wahl eines Mähroboters mit Sternmesser, der das Laub sorgfältig zerkleinert. Hier nutzen sich die Klingen zwar auch geringfügig schneller ab, andere Abnutzungserscheinungen am Mähwerk sind hingegen selten. Daneben empfiehlt sich die Anschaffung eines Geräts mit Mulchentferner und Traktionsrädern, die dem Roboter stets den nötigen Grip verleihen. Spätestens, wenn sich eine geschlossene Decke bildet, ist es jedoch an der Zeit, den Laubrechen oder einen Akku-Laubbläser in die Hand zu nehmen und den Rasen von der Laubschicht zu befreien, bevor der Mähroboter seine Runden dreht.

Robomow Logo

Folgen Sie uns

Vertrieb & Support

Wiesenstraße 9
D-66129 Saarbrücken

(+49) 681 96989067
Schreiben Sie uns

Mo - Fr: 09:00 - 16:00