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Wie laut ist ein Mähroboter?

29.05.2021
Mähroboter sind täglich teilweise für mehrere Stunden, manchmal sogar sonn- und feiertags im Betrieb. So kann sich das Geräusch schnell für Sie oder auch die Nachbarn als störend erweisen und durchaus ernsthafte Streitereien verursachen. Die wichtige Frage ist also: Wie laut ist ein Mähroboter eigentlich und was gilt dabei noch als zumutbar?

Mähroboter stellen nicht selten die Ursache für Zwists mit den Nachbarn dar, wenn diese vom dauerhaften Betriebsgeräusch genervt sind. Und auch Gartenbesitzer selbst berichten immer wieder davon, dass der Mähroboter aufgrund seiner Lautstärke nur zum Einsatz kommt, wenn niemand anwesend ist. Um bereits vor dem Kauf eine Einschätzung zu ermöglichen, geben Hersteller daher die dB an, die der Roboter im normalen Betrieb verursacht. Doch was sagen 60 dB oder 75 dB eigentlich aus?


Nicht jeder Mähroboter ist gleich laut


Insgesamt lässt sich zwar feststellen, dass Mähroboter deutlich leiser als Elektro- und sowieso als Benzin-Rasenmäher sind. Doch auch hier gibt es große Unterschiede zwischen einzelnen Modellen. Faktoren, die sich auf die Lautstärke eines Mähroboters auswirken, sind beispielsweise:

  • Motor (je höher die Leistung, desto lauter sind die meisten Geräte)
  • Einhalten regelmäßiger Wartungsintervalle
  • Reinigung bzw. Verschmutzung
  • Schärfe der Messer
  • Gewicht (je schwerer, desto leistungsstärker muss der Motor sein)
  • Anzahl der Messer (bei zwei Wellen in der Regel lauter)

Was sagt die dB-Zahl aus?


Bei fast allen Geräten wird die Lautstärke in dB angegeben. Die Dezibel stellen dabei die Skalierung einer metrischen Einheit dar und sind eine logarithmische Skala. Das bedeutet, dass sich die gefühlte Lautstärke bei einer Erhöhung um 10 dB ergibt – und nicht etwa die dB verdoppelt werden müssen, bis sich die Lautstärke auch doppelt so laut anfühlt. Damit wirkt ein Mähroboter mit einer Lautstärke von 70 dB sehr viel lauter als ein Gerät mit 60 dB.


Beispiele für die Lautstärke


Es ist nicht immer ganz einfach, sich vorzustellen, wie laut ein Gerät ist, das nur in einer dB-Zahl angegeben ist. Die folgende Tabelle nennt daher einige Beispiele:

Schallpegel dB Schallpegel
10 dB Atmen, Blätterrascheln in der Ferne
30 dB Flüstern, Schlafzimmer bei Nacht
40 dB ruhige Bücherei
50 dB Vogelzwitschern, ruhige Wohnung
60 dB Unterhaltung
70 dB Mixer, Staubsauger
80 dB Bohrmaschine
90 dB Autoverkehr aus 10 m Entfernung, Disco – 1 m von der Box entfernt
100 dB Kreissäge, Presslufthammer
140 dB Start eines Flugzeugs

Auch der Abstand ist wichtig


Streng genommen muss man bei der Angabe der dB allerdings auch den Abstand zur Geräuschquelle berücksichtigen. Aus Gründen der Vereinfachung entfällt diese Angabe allerdings meistens. 
Entfernt man sich von einer Geräuschquelle, nimmt die wahrgenommene Lautstärke bei jeder Verdoppelung des Abstands um 6 dB ab. Ein Mähroboter, der aus 5 Metern Entfernung 60 dB laut ist, verursacht in 10 Metern nur noch ein Geräusch von 54 dB.


Gesetzliche Grenzwerte, die in Verbindung mit Grundstücken oder auch der Nachtruhe stehen, gelten immer an der Grenze des Grundstücks. Entscheidend ist daher, wie laut eine Geräuschquelle in unmittelbarer Nähe zum Nachbarn wirkt. Schließlich wird ein Mähroboter inmitten eines 5.000 m² großen Gartens anders – oder auch gar nicht – wahrgenommen werden als ein Roboter, der direkt am Zaun mäht.


Dürfen Mähroboter nachts mähen?


Grundsätzlich gilt für das Rasenmähen fast überall ein Verbot für Sonn- und Feiertage sowie für die Nacht zwischen 20 und 7 Uhr. Verstöße können hier durchaus mit empfindlichen Geldbußen geahndet werden. Allerdings gibt es Sonderregelungen für Mähroboter mit einer Schallemission unter 60 dB. Diese dürfen – eine entsprechende Kennzeichnung auf dem Gerät vorausgesetzt - bis 22 Uhr genutzt werden. Doch wie sieht es nachts aus?
Diese Frage lässt sich - abgesehen von einem Blick in die Immissionsschutzgesetze der Bundesländer - am besten beantworten, indem Sie Ihren Nachbarn fragen, ob er oder sie sich durch die Geräusche des Mähroboters gestört fühlt. Vor allem Mähroboter mit einem Betriebsgeräusch von 60 dB oder weniger führen in der Regel nicht dazu, dass es zu Unstimmigkeiten mit der Nachbarschaft kommt.


Unabhängig davon stellt sich allerdings die Frage, ob es wirklich nötig ist, den Mähroboter nachts laufen zu lassen. In dieser Zeit sind nachtaktive Wildtiere wie Igel unterwegs, die auf dem Rasen nach Nahrung suchen und durch die Klingen ernsthafte Verletzungen erleiden können. Programmieren Sie Ihr Gerät mittels der praktischen Mähzeiten lieber so, dass der Roboter z. B. am Vormittag arbeitet, wenn sich keine Personen im Garten befinden.


Geräusche des Mähroboters reduzieren


Den größten Anteil der Lautstärke eines Gerätes kann man nicht beeinflussen, da dieser schlichtweg bauartbedingt ist. Nimmt die Lautstärke jedoch im laufenden Betrieb zu, empfehlen sich einige Maßnahmen, durch die der Mähroboter möglicherweise wieder leise wird:

  • regelmäßige Reinigung und Wartung
  • Austausch der Klingen
  • Nutzung besonders scharfer Klingen
  • Beheben technischer Probleme

Grundsätzlich sind Mähroboter leiser als jede andere Art von Rasenmähern. Dennoch können sich Menschen durch den Betrieb gestört fühlen. Um das zu vermeiden, empfiehlt sich die Anschaffung eines Mähroboters mit einer geringen dB-Zahl.

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