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Wie lange hält ein Mähroboter?

06.06.2021
Ein Mähroboter stellt eine nicht unerhebliche finanzielle Anschaffung dar. Nicht zuletzt deshalb ist es natürlich wünschenswert, dass der fleißige Gartenhelfer möglichst lange hält. Doch wie lange ist die durchschnittliche Lebensdauer konkret und welche Faktoren nehmen Einfluss darauf?

Mit Kosten von mehreren Hundert bis hin zu einigen Tausend Euro wünscht man sich natürlich, dass der Mähroboter nicht bereits nach zwei Jahren durch ein neues Gerät ersetzt werden muss. Doch von welchen Faktoren hängt überhaupt ab, wie lange ein Mähroboter hält?


Die Lebensdauer der Messer


Wie lange die Messer eines Mähroboters halten, hängt unter anderem vom Modell ab. Während sie bei einigen Geräten alle paar Wochen getauscht werden müssen, reicht bei Robotern anderer Hersteller der jährliche Wechsel aus. Darüber hinaus beeinflussen weitere Faktoren wie die Einsatzdauer und -häufigkeit, der Kontakt zu harten Gegenständen (wie beispielsweise von Nüssen auf dem Rasen) oder auch die Rasensorte die Lebensdauer der Klingen.

Vorteilhaft sind Mähroboter, bei denen der Messerwechsel mit nur wenigen Handgriffen schnell und einfach möglich ist. Und auch darüber hinaus gibt es Mähroboter, bei denen sich einzelne Teile auch ohne Fachpersonal austauschen lassen.


Die Lebensdauer des Akkus


Der Akku ist neben den Messern das einzige Verschleißteil bei Mährobotern, das irgendwann ersetzt werden muss. Gemeinhin geht man davon aus, dass die Lebensdauer von Akkus zwischen zwei und fünf Jahren beträgt, bevor die Ladekapazität deutlich nachlässt und ein Austausch nötig ist. Wie alt ein Akku jedoch tatsächlich wird, hängt von weiteren Faktoren ab:

  • Wie oft ist der Mähroboter im Einsatz?
  • Welchen Temperaturen ist der Akku ausgesetzt?

Um die Lebensdauer des Akkus zu verlängern, ist es daher ratsam, ein Modell zu wählen, dessen Flächenleistung nicht knapp an der Grenze der eigenen Rasenfläche liegt. Etwas Spielraum nach oben sorgt dafür, dass der Roboter seine Arbeit in kürzerer Zeit erledigt, die Lebensdauer des Akkus verlängert sich.


Überladung und Tiefenentladung vermeiden


Akkus reagieren empfindlich auf die zugeführte Energie. Vor allem bei älteren Geräten war noch kein automatischer Ladestopp vorhanden, der den Ladevorgang bei einem vollen Akku unmittelbar beendet hat. Das ist bei modernen Li-Ionen-Akkus aber kein Problem mehr, sodass Sie sich diesbezüglich keine Sorgen zu machen brauchen.
Nichtsdestotrotz verlängert sich die Lebensdauer von Li-Ionen-Akkus, wenn sie nicht permanent auf 100 % aufgeladen werden. Das funktioniert natürlich nicht bei der automatischen Aufladung an der Ladestation – wohl aber z. B. vor der Einwinterung.

Eine Tiefenentladung kann im schlimmsten Fall sogar dazu führen, dass der Mähroboter nicht mehr zu gebrauchen ist. Diese gilt es also unbedingt zu vermeiden. Nutzen Sie den Roboter für mehrere Monate nicht, empfiehlt es sich durchaus, die Akkuleistung hin und wieder zu checken und den Roboter gegebenenfalls einmal zwischenzuladen.


Unterschiede bei Akkuarten


In der Regel kommen bei neuen Geräten Li-Ionen- oder Li-Eisenphosphat-Akkus zum Einsatz. Beide Varianten verfügen über keinen Memoryeffekt und sind vergleichsweise robust. Besitzen Sie hingegen ein Modell mit einem Ni-Mh-Akku, ist etwas mehr Vorsicht gefragt. Hier kann der Memoryeffekt die Leistung des Akkus auf Dauer deutlich reduzieren. Umgekehrt punkten die Geräte durch ihre große Kapazität, sodass deutlich weniger Ladezyklen anfallen.

  Li-Ionen-Akkus Li-Eisenphosphat-Akku NiMh-Akku
Selbstentladungsrate / Monat 6-8 % 2-4 % 5-10 %
Temperaturumgebung 10-35°C 10-40°C 5-40°C
Lebensdauer ca. 4 Jahre 5 Jahre 6 Jahre
Ladezyklen 500-800 1.000-2.000 350-500


Lebensdauer durch Wartung verlängern


Ein Mähroboter ist fast tagtäglich Wind und Wetter ausgesetzt und wird dabei permanent beansprucht. Je nach Ausstattung und Bauart des Geräts sammeln sich schnell Grasreste, Laub oder Schmutz an den Rädern und dem Mähdeck. Die regelmäßige Reinigung verhindert einen Leistungsabfall und sorgt für den reibungslosen Betrieb. Dazu sollte jedoch keinesfalls der Schlauch auf der Unterseite des Geräts zum Einsatz kommen. Während das Gehäuse unempfindlich gegenüber Dauerregen ist, kann fließendes Wasser von unten die Elektronik beschädigen und zu Defekten führen.

Mindestens genauso wichtig ist allerdings die Wartung Ihres Mähroboters. Meistens fällt der Zeitpunkt für den gründlichen Rundum-Check auf die Wintermonate, wenn die Rasenpflege ohnehin pausiert. Fachhändler überprüfen dabei nicht nur die Leistungsfähigkeit des Akkus, sondern spielen gegebenenfalls auch eine aktuelle Software auf oder beheben technische Fehler. Gut gewartet kann der Roboter dann verstaut werden und ist im Frühjahr direkt wieder einsatzbereit.


Den Mähroboter vor Wind und Wetter schützen


Modernen Mährobotern können Wind und Wetter kaum noch etwas anhaben, wenn man den Angaben der Hersteller glaubt. Es kann dennoch nicht schaden, dem Mähroboter während anhaltender Regenperioden eine Robotergarage anzubieten. Davon profitiert zudem die Lebensdauer der Ladestation.

Neben Regen spielen auch die Temperaturen eine Rolle für die Lebensdauer des Mähroboters. Sowohl anhaltende Temperaturen von weniger als 10°C als auch die sommerliche Mittagshitze mit Temperaturen von mehr als 35-40°C tragen zu einem deutlich schnelleren Verschleiß des Akkus bei. Es empfiehlt sich daher, den Roboter eher in den Vormittags- oder Nachmittagsstunden einzusetzen, einen schattigen Ort für die Ladestation auszuwählen und im Herbst rechtzeitig für die Einwinterung zu sorgen. Während der Pause sollten Sie den Akku dabei stets waagrecht lagern.


Herstellergarantie und Lebensdauer des Mähroboters


Grundsätzlich besteht für Mähroboter eine zweijährige Gewährleistungspflicht von Verkäufer*innen gegenüber Käufer*innen. Ansprüche, die nicht durch diese abgedeckt sind, können unter Umständen im Rahmen der Herstellergarantie direkt beim Hersteller des Geräts geltend gemacht werden. Diese übersteigen nicht nur in einigen Fällen die zwei Jahre, sondern gelten eventuell zusätzlich für einen begrenzten Zeitraum für den Akku. Bei Problemen lohnt es sich daher unter Umständen, das Garantieschreiben zu prüfen.

Die Anschaffung eines hochwertigen Mähroboters lohnt sich! Abgesehen vom Austausch von Messern und Akku kann Ihnen ein solches Modell für viele Jahre oder sogar Jahrzehnte Freude bereiten.

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