Aphrodisierende Pflanzen: Natürliche Potenzsteigerung

July 10th, 2019

Die heilende Wirkung von Pflanzen ist gemeinhin bekannt und kommt in zahlreichen Haushalten immer wieder zum Einsatz, um zu entspannen oder verschiedene Erkrankungen des Organismus zu heilen. Dass es auch zahlreiche Pflanzen gibt, die die Potenz steigern und das Liebesleben beflügeln, ist oftmals jedoch unbekannt. Völlig zu Unrecht, gehören Aphrodisiaka – nicht selten mit fragwürdigen Inhaltsstoffen – weltweit zu den am meisten verkauften Arzneimitteln.

 

 

 

 

Oft ist die Wirkung nicht nachgewiesen

 

Bei Pflanzen, denen eine aphrodisierende Wirkung nachgesagt wird, ist der Effekt oft nicht wissenschaftlich belegbar. Dies ist nur dann der Fall, wenn bestimmte Inhaltsstoffe eine Wirkung zumindest vermuten lassen. Andernfalls bleibt nur der Praxistest – der sich ausschließlich auf die Macht der menschlichen Psyche verlassen muss. Gerade im Bereich der Erotik zeigt der Placeboeffekt jedoch eine besonders gute Wirkung – vor allem, wenn psychische Blockaden Auswirkungen auf die Potenz haben.

Bei einigen anderen Mitteln hingegen konnten Forscher bei Probanden eine verbesserte Potenz tatsächlich nachweisen. So wirkte Safran positiv auf die männliche Manneskraft, Ginseng hingegen bei beiden Geschlechtern gleichermaßen. Und auch der Extrakt aus er Rinde des afrikanischen Yohimbe-Baums fördert die sexuelle Erregung von Männern – führt aber auch zu Schlafstörungen, Schwindet und Herzrasen. Nichtsdestotrotz ist es eines der wenigen anerkannten potenzsteigernden natürlichen Aphrodisiaka, das von der Schulmedizin anerkannt ist.

Bei anderen vermeintlich natürlichen Mitteln aus dem Internet sind oft synthetische Zusätze nachweisbar, die in Deutschland sogar der Rezeptpflicht unterliegen. Teilweise wird die empfohlene Menge sogar überschritten, was zu gefährlichen Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten führen kann.

 

 

 

 

 

Aphrodisierende Pflanzen in aller Welt

 

Beschränkt sich in Deutschland die Zulassung von Heilmitteln auf wenige nachgewiesene Wirkstoffe, nutzen andere Völker in der Welt bestimmte Kräuter und Pflanzen schon seit Jahrhunderten als Potenzmittel. Teilweise beruht die Wirkung hier auf drogenähnlich wirkenden Wirkstoffen in Form leichter Gifte, wie es z. B. bei der Tollkirsche der Fall ist. In anderen Fällen erzielt die Einnahme in Kombination mit Alkohol die Wirkung. Manchmal ist aber auch einfach die Pflanze – völlig frei von Nebenwirkungen – für die Potenzsteigerung verantwortlich. Verbreitet sind unter anderem:

  • Catuaba, ein Kräutergemisch, das in Brasilien stimulierend, euphorisierend und aphrodisierend wirkt.
  • Clavo Huasca (Nelkenrebe) gehört in Peru zu den natürlichen Potenzmitteln. Da es auch gegen Übelkeit hilft, kommt das Mittel auch im Ayahuasca zum Einsatz.
  • Maca setzt sich auch in Deutschland immer weiter durch. Der Verkauf erfolgt als Nahrungsergänzungsmittel in Bioläden, die Wirkung tritt erst nach einer Einnahme von 1-2 Wochen ein.
  • Muira Puama (Potenzholz) wird in Brsilien von Männern als Salbe genutzt. Besonders gut ist die Wirkung angeblich im Zusammenhang mit Damiana.
  • Red Kwao Krua ist ein stark aphrodisierend wirkendes Mittel aus Thailand, das bei Frauen und Männern gleichermaßen wirkt.
  • Ashwagandha / Schlafbeere kommt vorwiegend als Sedativum, Beruhigungsmittel, Stärkungsmittel und Antidepressivum zum Einsatz, in Indien jedoch als Aphrodisiakum. Im Ayurveda gilt die Beere als Allheilmittel.
  • Die in China und Japan beheimatete Bischofsmütze steigert die Libido, erhöht die Samenproduktion und steigert die Durchblutung von Gehirn und Sexualorganen.
  • Die Einnahme von Ziegenkraut in Form einer Tinktur steigert die Durchblutung und führt so zu einer Luststeigerung.

Für eine bessere Durchblutung sorgen auch scharfe Gewürze wie Ingwer, Chili oder Meerrettich und Wasabi, die deshalb ebenfalls als luststeigernd gelten.

 

 

 

 

 

 

Welche heimischen Pflanzen ein natürliches Aphrodisiakum sind

 

Brennnesseln wirken kräftigend und regen die Blutzirkulation im Becken und den Genitalien an. Aphrodisierend wirken von der Pflanze die Samen, die du ganz einfach mit der Schere ernten kannst. Anschließend trocknest du diese und zerkleinerst sie mit einem Mörser oder Mixer. Das Pulver lässt sich entweder über Speisen streuen oder mit einem Löffel Honig einnehmen.

Frauenmantel ist vor allem im Einsatz bei allen Frauenleiden bekannt. Die Pflanze wirkt heilend auf den Unterleib und entspannt. Bei Männern hingegen hat der Frauenmantel eine potenzsteigernde Wirkung. Die Einnahme erfolgt meist als Tee, seltener als Gemüse oder Salat. Ähnliches gilt für den Beifuß, der insbesondere bei Frauen entkrampfend, entspannend und empfängnisfördernd wirkt. Auch diese Pflanze wird vorwiegend als Tee konsumiert.

Johanniskraut hellt das Gemüt auf. Es ist bekannt dafür, das Nervensystem auf sanfte Art anzuregen. Weniger verbreitet ist jedoch das Wissen um die anregende Wirkung auf die Sexualorgane und die gesteigerte Sensibilität und Empfindsamkeit.

Leidenschaft und Liebe weckend ist Lavendel sowohl durch den Duft als auch in Speisen bei Romantikern beliebt, Petersilie wirkt hingegen durch den Inhaltsstoff Apiol anregend – kann bei einer Überdosierung allerdings zu Frühgeburten führen. Basilikum ist ebenfalls geringfügig lustfördernd, die Ringelblume wirkt als Tee stimulierend und krampflösend. Haferbrei soll Erektionsfähigkeit und Lust verstärken, die Einnahme eines Haferstroh-Tees wirkt besonders stark.