So wird der Garten zum Hundeparadies

May 22nd, 2019

Der beste Freund des Menschen – seit 10.000 Jahren begleitet der Hund den Menschen beim Jagen, Hüten und Bewachen. Auch heute noch hat etwa jeder vierte Gartenbesitzer einen Hund – der im Garten weiterhin seinen Bedürfnissen nachgehen möchte. Neben dem Bewachen gehört dazu zweifelsfrei das Buddeln. Ungeschickt, wenn der geliebte Vierbeiner sich dafür das frisch angelegte Beet aussucht. Um Ärger zwischen Hobbygärtner und Haustier zu vermeiden, denkt man besser schon bei der Gartenplanung darüber nach, wie der Garten hundefreundlich gestaltet werden kann.
Die Vorteile der hundefreundlichen Gartengestaltung liegen anschließend auf der Hand: Der Hund kann toben und frei umher laufen, erhält Input und eine artgerechte Beschäftigung. Gleichzeitig bietet der Garten ein sicheres Umfeld – der das Gassigehen allerdings nicht dauerhaft ersetzen sollte, damit der Vierbeiner auch Inspiration von außerhalb erhält.

 

 

 

 

Hundezonen einrichten

 

Möchtest du nicht den kompletten Garten dem Vierbeiner überlassen, kannst du dem Hund zugängliche Bereiche zuweisen. Verschiedene Oberflächen, Zäune oder Rasenkanten erleichtern deinem Haustier den Lernprozess, welche Zonen verboten und tabu sind und wo er sich nach Herzenslust austoben kann.
Als soziale Tiere freuen sich Hunde dabei ganz besonders über einen Familienanschluss. Egal, wie abgegrenzt die Hundezonen auch sein mögen: Es sollte unbedingt eine gemeinsame Schnittmenge geben, die Raum für Zusammensein und Begegnung schafft.
Wachhunde legen Wert darauf, das Gelände im Blick zu haben. Ein Platz, der dem Hund die Möglichkeit eines guten Überblicks bietet, ist also wichtig. Gleichzeitig tust du dem Tier einen Gefallen, wenn es einen Rückzugsort für Ruhe und Entspannung gibt. Ein schattiges Plätzchen, das im Sommer Abkühlung schafft oder das als Versteck für Spielzeug und Knochen dient.
Ein Gartenteich ist für schwimmfreudige Hunde natürlich ein absolutes Highlight. Vorsicht geboten ist hier lediglich bei der Teichtechnik. Auch Algenvernichter und manche Kröten sind Gift für Hunde. Alternativen bieten Plastikwannen und Hundebecken, in denen sich der Vierbeiner abkühlen kann. Ist kein kühlendes Nass vorhanden, sorge immer für ausreichendes Frischwasser. Gerade im Sommer haben Hunde großen Durst.

 

Sicherheit für den Hund

 

Bei einem Hundeparadies steht die Sicherheit an oberster Stelle. So kannst du den Hund gefahrlos Herumtollen lassen, ohne dauerhaft ein Auge auf mögliche Gefahrenquellen werfen zu müssen.

 

 

 

 

Das Gelände einzäunen

 

Hunde büchsen gern mal aus. Das ist entweder für den Nachbar ein gewaltiger Schreck oder sogar Ärgernis oder du hast den Ärger, wenn du auf die Suche nach deinem Vierbeiner gehen kannst. Abhilfe schafft hier ein Zaun. Bewährt hat sich hier ein engmaschiger Zaun mit einer Höhe von etwa 1,20 – 1,50 m, der etwa 15 cm tief in die Erde eingegraben ist, um ein Durchbuddeln zu verhindern.

 

Giftige Pflanzen vermeiden

 

Die meisten ausgewachsenen Hunde fressen zwar keine Pflanzen, doch schadet es auch nicht, bereits bei der Planung auf giftige Pflanzen zu verzichten. Schließlich sind Welpen gerne mal neugierig und knabbern unbekannte Dinge häufiger an. Dazu gehören:

  • Azaleen
  • Buchsbaum
  • Oleander
  • Eibe
  • Goldregen
  • Christrosen
  • Eisenhut
  • Maiglöckchen
  • Adonisröschen
  • Wurmfarn
  • Rhododendron
  • Robinie
  • Seidelbast
  • Pfaffenhütchen
  • Stechpalme
  • Engelstrompete
  • Lorbeer
  • Lupine
  • Tulpen
  • Osterglocke
  • Rittersporn

 

Den Komposthaufen deckt man am besten ab, damit der Hund hier nicht nach vermeintlichen Leckerchen suchen kann. Vorsicht geboten ist auch bei herumliegenden Dornen und scharfkantigen Gartengeräten, die eine nicht unerhebliche Verletzungsgefahr darstellen. Absolut nichts verloren haben im Hundegarten auch mineralische Dünger.

 

 

 

 

Die Optik im Hundeparadies

 

Auch bei einem Hundeparadies wird wohl kaum ein Gartenbesitzer auf eine ansprechende Optik im Garten legen. Damit der Hund nicht immer wieder alles in Schutt und Asche legt, gibt es einige Dinge, die du bei der Gartenplanung beherzigen kannst:

  • robuste, große Sträucher pflanzen, die nicht schnell abbrechen oder überrannt werden
  • kleine Pfade zwischen Büschen anlegen
  • Beete dicht bepflanzen, damit keine Erde sichtbar ist, gegebenenfalls Hochbeete anlegen oder Beete einfassen
  • eine große Rasenfläche (Sportrasen) erlaubt ausgiebiges Toben und Rennen
  • Spiele sorgen für Hundebeschäftigung
  • spezielle Buddelecken mit Laub, Sand oder loser Erde konzentrieren die Bodenarbeiten auf eine bestimmte Stelle
  • mit Mulch, Erde, Sand oder Rasenschnitt bedeckte Hundetoilette anlegen

Urinflecken auf dem Rasen lassen sich meist nicht vermeiden. Die gute Nachricht: Die Ausbreitung hält sich in Grenzen, weil Hunde immer auf die gleiche Stelle urinieren. Zudem gibt es spezielle Steine, die du ins Trinkwasser legen kannst. Sie sorgen für eine Neutralisierung der Nitratbelastung, sodass der Rasen weniger leidet.

 

 

 

Spiel, Spaß und Spannung

 

Schließlich bietet der Garten die perfekte Möglichkeit, um den Hund zu beschäftigen. Während einigen Hunden der tägliche Spaziergang für die Auslastung ausreicht, sind andere Rassen sehr viel fordernder. Der eigene Garten bietet hier zahlreiche Möglichkeiten für die Hundebespaßung:

  • Such- und Schnüffelecken (Leckerchen suchen, Futterbeutel, Objektsuche)
  • ausreichend Freifläche, um mit dem Hund zu toben oder Tricks zu erlernen
  • ein Hundeparcours
  • einen Bereich zum Wachen
  • eine Ruheecke
  • eine Wasserstelle zum Planschen

 

Den Garten in ein Hundeparadies zu verwandeln ist nicht schwer. Der Vierbeiner wird es dir danken und auch für dich bedeutet der hundefreundliche Garten einen ausgeglicheneren Hund.