Die wichtigsten Einrichtungstrends 2019

May 20th, 2019

Klar: Jeder Mensch hat seinen eigenen Geschmack und richtet sich die eigenen vier Wände entsprechend seiner persönlichen Vorlieben ein. Dennoch verändert sich das, was gerade als trendy und modern gilt, mit der Zeit. So gibt es auch im Jahr 2019 besondere Einrichtungstrends, mit denen du garantiert nichts falsch machen kannst.

 

 

 

Smart und multifunktional

 

Die Vernetzung der Haustechnik und die Möglichkeit, Heizung, Fernseher und Co. per App von überall aus steuern zu können, ist weiter auf dem Vormarsch. Längst sind intelligente Kühlschranksysteme angedacht, die automatisch die Einkaufslisten erstellen. Doch beschränkt sich die intelligente Einrichtung keineswegs auf die Digitalisierung des Haushalts. Im Trend sind nicht zuletzt aufgrund des immer knapper werdenden Wohnraums bei gleichzeitig steigenden Mieten in den Städten auch multifunktionale Möbelstücke, die den vorhandenen Platz optimal auszunutzen wissen. Hybride Möbel verändern ihre Funktion dabei bei Bedarf und verschwinden in Zeiten des Nichtgebrauchs platzsparend aus dem Blickfeld.

 

Natürliche Materialien

 

Umweltbewusstsein und der Wunsch nach einer nachhaltigen Lebensweise äußern sich auch in der Produktauswahl. Kunden legen immer häufiger Wert auf natürliche Materialien. Möbel aus Holz, Leder und Stein sind damit voll im Trend und verdrängen Imitate, Echtholz tritt an die Stelle furnierter Spanplattenmöbel, der Anspruch an Authentizität und Wertigkeit bei der Einrichtung nimmt zu. Beliebt sind dabei im Übrigen auch Kombinationen unterschiedlicher Materialien, die gut miteinander harmonieren. Dazu passen üppige Pflanzenkreationen, die unter dem Stichwort Urban Jungle ebenfalls voll im Trend liegen.

 

 

Vater sitzt mit Tochter im Garten

 

Minimalismus und Entschleunigung

 

Entgegen des wachsenden Konsums der Gesellschaft geht der Wohntrend aktuell in eine andere Richtung. Inmitten einer immer hektischeren Welt verkommt die eigene Wohnung zu einer Oase der Entspannung und Ruhe. Dazu gehört auch der Verzicht auf überflüssige Accessoires. Die Zahl der Möbelstücke beschränkt sich auf das Notwendige, die Wohnung wirkt stets aufgeräumt. Dazu passt auch hervorragend der anhaltende Trend aus dem Norden. Bereits seit einigen Jahren gilt das dänische Hygge-Konzept als erstrebenswert. Der skandinavische Stil ist besonders gemütlich und dank seiner hellen, dezenten Farben jedoch tendenziell eher puristisch und zeitlos ausgelegt. Unter dem Begriff des Slow Living sind jetzt nachhaltige, hochwertige Materialien in hellen neutralen Farben prägend für den Stil, der auf unnötigen Schnickschnack allzu gern verzichtet. Weiche Textilien wie Kuscheldecken sorgen dennoch für Gemütlichkeit und Wärme.

 

Individualismus

 

Lange Zeit gab es kaum eine Wohnung, in der nicht mindestens ein Möbelstück augenscheinlich von einem schwedischen Einrichtungshaus stammte. Diese Ära neigt sich dem Ende entgegen. Nicht zuletzt durch das Internet gibt es haufenweise Inspirationen für Wohnideen, Möbel lassen sich im Anschluss auch Online bestellen. Die gibt es in jedem Stil und in jeder Preisklasse. Die Folge: Einheitliche Stile gehören der Vergangenheit an, die Wohnung verkommt immer mehr zum Ausdruck der eigenen Kreativität und Individualität. Selbstgemachtes gewinnt an Bedeutung, die Einrichtung spiegelt Erlebnis, Emotion und ist gleichzeitig ein Statement, das die Persönlichkeit des Wohnenden zum Ausdruck bringt.

 

 

 

Und die Farben?

 

Bei den aktuell angesagten Farben scheiden sich die Geister. Während ein Trendsetter ein Korallenrot mit goldenen Nuancen zum Must have in den eigenen vier Wänden erklärt, sehen andere pastellfarbene Eiscremefarben mit Accessoires im industriellen Metalliclook in diesem Jahr vorn. Andere wiederum bescheinigen großgemusterten, bunten Siebzigerjahre-Tapeten ein Revival oder sehen die Wiederkehr der gemusterten Terracottaböden kommen. Und wer sich bei der Wahl der Tapete unschlüssig ist, hängt einfach einen Teppich an die Wand. Auch das macht Wohnexperten zufolge im Jahr 2019 einiges her. Als weiterer Trend gilt auch der Modern Glam, der in eher schlichten Räumen mit opulenten Stoffen wie Samt und Satin und goldenen Accessoires ein edles Ambiente schafft. Auch hier gilt allerdings: Weniger ist mehr. Einige Akzente reichen für den Glamour, ein überladenes Barockzimmer liegt schließlich nicht im Trend.

 

Mut zum Stilbruch

 

Letztlich ist erlaubt, was gefällt. Gerade der Trend zum Individualismus, der Wohnung als Ausdruck der eigenen Persönlichkeit, setzt kaum Grenzen. Möbelstücke und Dekoelemente sind frei miteinander kombinierbar, so lange Materialien und Farben miteinander harmonieren. Und schließlich kommt bereits im nächsten Jahr möglicherweise ein neuer Trend, dem du bei der Wahl deines Interieurs dann einfach voraus warst.