Austria Blog Welche Saatmischung eignet sich für den Roboterrasen?

Welche Saatmischung eignet sich für den Roboterrasen?

09.07.2020
Oft gibt es bereits eine Rasenfläche und der Mähroboter wird erst im Nachhinein angeschafft. Ist der Rasen nicht zu lang, spielt es dabei keine Rolle, ob es sich um einen Zier- oder Nutzrasen handelt – der Roboter kommt mit jeder Rasenart klar. Bei der Neuanlage eines Rasens stellt sich allerdings die Frage, welche Saatmischung wirklich ideal für den Einsatz eines Mähroboters ist.

Oft gibt es bereits eine Rasenfläche und der Mähroboter wird erst im Nachhinein angeschafft. Ist der Rasen nicht zu lang, spielt es dabei keine Rolle, ob es sich um einen Zier- oder Nutzrasen handelt – der Roboter kommt mit jeder Rasenart klar. Bei der Neuanlage eines Rasens stellt sich allerdings die Frage, welche Saatmischung wirklich ideal für den Einsatz eines Mähroboters ist.


Rasensaat oder Rollrasen


Bei der Rasenneuanlage stellt sich zuallererst die Frage, ob der Rasen selbst ausgesät werden soll oder ein Rollrasen zum Einsatz kommt. Beides hat seine Vor- und Nachteile:

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  • Rollrasen wächst innerhalb von nur zwei Wochen an und ist von Anfang an schön dicht im Wuchs. Allerdings ist das Verlegen anstrengend und wird deshalb oft an Fachleute abgegeben. Das steigert die Kosten, die ohnehin wesentlich höher sind als bei der Rasensaat, zusätzlich.
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  • Rasensaat ist vor allem günstiger als Rollrasen. bis der Rasen jedoch dicht wächst und vollständig belastbar ist, können mehrere Monate vergehen.


Auf die Qualität kommt es an


Bei der Wahl von Saatgut ist die Qualität ein entscheidender Faktor. Günstige Mischungen bestehen häufig teilweise aus Futtergräsern, die im Lauf der Zeit die hochwertigen Rasenpflanzen verdrängen. Die Freude über den Traumrasen hält nicht lange an. RSM-Saatgutmischungen sind zwar etwas teurer, garantieren aber auch, dass der Rasen wirklich hält, was er auch verspricht. Hier gibt es im Wesentlichen drei Kategorien, die sich für den heimischen Gebrauch anbieten:

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  • Nutzrasen ist pflegeleicht, vergleichsweise trockenresistent und besonders strapazierfähig. Der Wuchs ist in der Regel etwas schneller als bei Zierrasen, sodass er häufig gemäht werden muss.
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  • Zierrasen bildet besonders zarte Halme aus, die extrem dicht wachsen. Der Rasen ist nur bedingt belastungsfähig und sollte daher nicht permanent zum Spielen genutzt oder Betreten werden. Da der Rasen besonders pflegeintensiv ist und häufig gemäht werden muss, bietet sich ein Mähroboter hier an.
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  • Schattenrasen ist in seiner Zusammensetzung für den Wuchs bei geringer Sonneneinstrahlung optimiert.


Roboterfreundliche Rasenmischung


Es gibt inzwischen Saatmischungen, die speziell auf den Einsatz eines Rasenroboters abgestimmt sind. Der Wuchs dieser Saatmischungen ist besonders langsam und hält auch kurze Mähintervallen stand. Das Wachstum erfolgt eher in der Breite als in der Höhe, wodurch sich eine sehr dichte und einheitliche Grasnarbe bildet. Zudem zersetzt sich das Schnittgut der Gräser besonders gut und schnell, wodurch die Nährstoffe schnell in den Boden gelangen. Dort wiederum sind die Pflanzen so gewählt, dass sie die Nährstoffe effizient aus dem Boden aufnehmen können.

Die Zusammensetzung der Rasensamen sorgt für eine gute Schnittverträglichkeit, Trockenresistenz und sehr hohe Belastbarkeit. Damit eignet sich der Rasen auch als Nutzrasen.


Tipps für die Rasenneuanlage

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  • Vor der Aussaat lockert man den Boden und reichert lehmigen Boden mit Sand an. Auch die Beimengung von etwas Humus schadet nicht. Anschließend wird der Boden geglättet und verdichtet.
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  • Der Boden ruht anschließend weitere 2-3 Wochen, um sich zu setzen. Vor der Aussaat wird er nochmals geharkt, bis er feinkrümelig ist.
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  • Die Aussaat geht mit einem Streugerät besonders einfach von der Hand. Dabei ist es wichtig, auf die Herstellerangabe zu achten und die Samen nicht zu dicht zu verteilen.
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  • Das Rasen am Licht keimt, braucht das Schnittgut nicht abgedeckt werden. Es reicht aus, die Samen leicht einzuharken. Ein nochmaliges Walzen des Bodens ist nicht zwingend notwendig, kann aber verhindern, dass der Wind die Samen wegträgt.
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  • In den kommenden Wochen ist es wichtig, den Boden feucht zu halten und regelmäßig zu bewässern.


Der erste Rasenschnitt


Beim ersten Schnitt des Rasens sollte der Mähroboter noch nicht zum Einsatz kommen. Die zarten Halme würden vermutlich einfach samt ihrer Wurzeln aus dem Boden gezogen werden. Vielmehr empfiehlt sich bei einer Länge von etwa 7 cm der Griff zu einem Handrasenmäher. Spindelmäher verfügen über scharfe Klingen, die die jungen Halme sauber und pflanzenschonend abschneiden.

Schon nach kurzer Zeit bildet der junge Rasen Seitentriebe und ist zunehmend belastbar, sodass der Roboter zum Einsatz kommen kann.


Fazit


Grundsätzlich ist es nicht zwingend notwendig, zu einer Rasenrobotermischung zu greifen. Wer jedoch ohnehin schon weiß, dass der Mähroboter nach einer Rasenneuanlage zum Einsatz kommen wird, ist mit diesem Saatgut gut beraten. Die speziell auf den Mähroboter abgestimmte Mischung zeichnet sich durch viele Vorteile aus:

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  • einfache Aufnahme der Nährstoffe aus dem Mulch
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  • schnelle Zersetzung des Mulchs
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  • ausgeprägtes Breitenwachstum, geringes Höhenwachstum
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  • sehr dicht
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  • geringer Schnittgutanfall
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  • extrem belastbar
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  • tiefschnittverträglich
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  • optimiert für kurze Mähintervalle