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Mähwerke im Vergleich

08.07.2020
Um den Rasen im eigenen Garten zu schneiden, bieten sich verschiedene Geräte an. Die klassischen motorbetriebenen Handmäher arbeiten für gewöhnlich nach einem ähnlichen Prinzip. Doch gibt es zahlreiche weitere Technologien, die sich beispielsweise besonders bei Zierrasen oder hohem Gras hervortun und hier für perfekte Schnittergebnisse sorgen.

Um den Rasen im eigenen Garten zu schneiden, bieten sich verschiedene Geräte an. Die klassischen motorbetriebenen Handmäher arbeiten für gewöhnlich nach einem ähnlichen Prinzip. Doch gibt es zahlreiche weitere Technologien, die sich beispielsweise besonders bei Zierrasen oder hohem Gras hervortun und hier für perfekte Schnittergebnisse sorgen.


Handspindelmäher


Bei Handspindelmähern gibt es gegenläufige Messer, die Halme wie mit einer Schere abschneiden. Dadurch ergibt sich ein absolut präzises Schnittbild, das zudem sehr pflanzenschonend ist. Die Geräte sind sehr einfach konstruiert und damit nicht nur leise, sondern auch absolut wartungsarm. Gleichzeitig sind hier sehr geringe Schnitthöhen möglich, durch die sich die Handspindelmäher hervorragend für den perfekt gepflegten Zierrasen eignen. Ohne einen Spindelmäher wären auch die Muster im Fußballrasen, die durch eine zusätzliche Walze entstehen, kaum denkbar.


Motorbetriebene, handgeführte Rasenmäher


Die klassischen Rasenmäher sind in der Regel als Sichelmäher konzipiert. Hier rotiert ein Messer unter dem Gerät, das die Halme wie mit einer Sichel abschlägt. Diese werden dann entweder direkt in den Fangkorb transportiert oder über einen Seiten- oder Heckauswurf wieder auf den Rasen geworfen. Wichtig ist hier der Einsatz scharfer Messer, damit die Halme beim Schnitt nicht zu stark ausfransen und braun werden.


Mulchmäher


Viele Sichelmäher lassen sich mithilfe spezieller Mulchkits zu einem Mulchmäher umfunktionieren. Hier zerhacken zusätzliche Messer die Halme in kleinste Stücke, bevor sie zurück auf den Rasen zurückgeworfen werden, wo sie sich dann in kurzer Zeit zersetzen können. Da die Geräte bei hohem Gras schnell zu Verstopfungen neigen, ist ein sehr regelmäßiger Rasenschnitt notwendig.


Rasenroboter


Bei Mährobotern kommen entweder einzelne Messer, die an einem rotierenden Teller befestigt sind, oder sternförmige bzw. dreieckige Messer zum Einsatz. Im Gegensatz zu einem Spindelmäher ist die Umdrehungszahl wesentlich geringer, sodass die Messer die Halme auch tatsächlich abschneiden und nicht abschlagen. Das Ergebnis ist ein sehr präzises Schnittbild. Auch hier kommt es auf scharfe Messer an.


Aufsitzmäher und Rasentraktoren


Bei Frontmähern, oft auch als Null-Wendekreismäher bezeichnet, ist das Mähwerk vor der Vorderachse angebracht. Das Gerät – eine spezielle Form des Aufsitzmähers - wird dadurch länger, kann dafür aber auch besser am Rand oder unter Sträuchern mähen. Durch die Stützräder verbleibt das Deck immer im gleichen Abstand zur Rasenfläche. Als positiv erweist sich zudem der enge Wendekreis im Vergleich zu anderen Rasentraktoren. Frontmäher mit Mulchfunktion leiten die Halme so lange durch das Mähdeck, bis sie klein genug sind, um zwischen den Klingen hindurch zurück auf die Rasenfläche zu fallen. Man unterscheidet hier Varianten mit einer Knicklenkung oder der Steuerung über zwei einzeln lenkbare Hinterräder.


Hochgrasmäher mit speziellem Mähwerk


Bei Wiesen mit hohem Gras und Weiden hat ein klassischer Rasenmäher kaum eine Chance. Selbst Benzinmotoren und Rasentraktoren sind in der Regel nur bis zu einer Länge von rund 10 cm ausgelegt. Gefragt sind hier hingegen Modelle, die auch sehr hohes Gras schnell und effizient kürzen. Dabei kommt es selten auf eine akkurat gleiche Schnittlänge, sondern eher eine hohe Flächenleistung an.


Schlegelmäher und -mulcher


Schlegelmäher werden mit Grashöhen von bis zu einem Meter fertig. Sie sind sehr wendig, zerkleinern den Rasenschnitt jedoch nicht. Die Messer sind hier auf einer Walze angebracht, die sich entgegen der Fahrtrichtung bewegt. Hier unterscheidet man Hammerschlegel, die sich auch für Äste und Gestrüpp eignen, sowie Y-förmige Schlegel. Damit kann es auch als Futter zum Einsatz kommen. Die Geräte gibt es jedoch auch als Variante, die den Rasenschnitt direkt mit einem Gegenmesser mulcht und entweder auswirft oder in einem Fangkorb sammelt. Durch die Zerkleinerung ist ein guter Zersetzungsprozess gewährleistet und der Grünschnitt eignet sich hervorragend als Dünger. Meist kommen Schlegelmulcher im professionellen Bereich als Anhänger von Traktoren zum Einsatz, doch sind auch handgeführte Geräte oder Aufsitzmulcher sind erhältlich.


Balkenmäher


Bei dieser Variante der Hochgrasmäher sitzt das Mähdeck vor dem Gerät bzw. bei einem Traktor auch als Seitenausleger. Damit ist die Schnitthöhe nicht begrenzt, auch eignet sich ein Balkenmäher durch hohe Schnittbreiten eher für große Flächen. Die Anordnung der gegenläufigen Messer, die durch den Motor des Gerätes angetrieben werden, führt allerdings dazu, dass die Halme eher gerupft als sauber geschnitten werden, sodass die Schnittergebnisse nicht sehr präzise sind. Die einfache Antriebstechnik sorgt für einfache Reparaturarbeiten. Auch eignen sich die Geräte vor allem für nasses Gras.


Kreiselmäher


Rasentrimmer und Motorsensen sind im Prinzip auch eine Form der Kreiselmäher. Allerdings gibt es diese auch für große Flächen mit einem wesentlich größeren Radius. Bei dieser Variante schlagen schnell rotierende Fäden die Halme ab, was ebenfalls nicht zu sehr sauberen Schnittergebnissen führt. In der Landwirtschaft kommen darüber hinaus Kreiselmäher zum Einsatz, bei denen rotierende Messer das Gras schneiden.


Fazit


Es gibt sehr unterschiedliche Varianten von Mähwerken, mit denen verschiedene Schnittergebnisse einhergehen. Dabei eignen sich längst nicht alle Geräte für den Schnitt von kurzem oder langem Rasen, auch sind die Schnittergebnisse sehr verschieden. So bietet sich für den akkurat getrimmten Zierrasen ein Spindelmäher an, für das hohe Gras allerdings eher ein Balkenmäher.