German Blog Wie nützlich sind Regensensoren?

Wie nützlich sind Regensensoren?

10.06.2021
Immer häufiger sind Mähroboter mit Regensensoren ausgestattet, die dafür sorgen, dass das Gerät bei Regen automatisch zur Ladestation zurückkehrt und seine Fahrt erst fortsetzt, wenn der Niederschlag nachgelassen hat. Doch wie sinnvoll ist eine solche Funktion überhaupt und was bringt sie tatsächlich für einen Mehrwert?

Ein Regensensor erkennt Niederschlag und teilt dem Mähroboter mit, dass er die Ladestation ansteuern und den aktuellen Mähvorgang unterbrechen soll. Hier verweilt das Gerät dann, bis der Regen nachlässt, um die Arbeit dann bei trockenem Wetter fortzusetzen. Das klingt zunächst äußerst praktisch. Doch wie sinnvoll ist diese Eigenschaft eines Rasenroboters tatsächlich?


Der Regensensor schützt in erster Linie den Rasen


Man mag vermuten, dass ein Regensensor dazu dient, den Mähroboter vor Regen zu schützen. Das ist jedoch ein Trugschluss, denn das Gehäuse eines Mähroboters ist durchaus so konzipiert, dass Regen dem Gerät nichts anhaben kann. Moderne Geräte sind sogar so dicht, dass auch die Durchfahrt von Pfützen keinen Schaden anrichten kann.


Der Regensensor dient damit also einzig und allein dem Schutz des Rasens. Vor allem ältere Mähroboter mit veralteter Technik wiegen gut und gerne 30 Kilogramm und mehr. Damit tritt eine erhebliche Belastung für den Rasen auf, die sich vor allem bei Nässe bemerkbar macht. Weicht der Boden auf, ist bei einem solchen Schwergewicht das Risiko von Fahrspuren, die den Rasen ruinieren, groß.


Ein weiteres auftretendes Problem ist zudem, dass einige Modelle Probleme damit haben, nasses Gras gleichmäßig zu mähen. Setzen sie ihre Arbeit dennoch bei Regen fort, zeigt sich anschließend unter Umständen ein ungleichmäßiges Schnittbild. Insbesondere an Steigungen kann es dabei zu unschönen Beschädigungen der Grasnarbe kommen.


Moderne Mähroboter benötigen keinen Regensensor


Natürlich nimmt auch bei aktuellen Mährobotern das Gewicht mit ihrer Größe zu. Allerdings sind die heutzutage verbauten Li-Ionen-Akkus deutlich leichter, weshalb auch der Motor für den Antrieb kleiner ausfallen kann. Insgesamt reduziert sich das Gewicht damit deutlich auf meist unter 15 Kilogramm. Das verringert die genannten Probleme, die durch die Masse des Gerätes auftreten, damit schon im Vorfeld.


Ein Vorteil eines Mähroboters ohne Regensensor ist dabei auch die geringere Flächenleistung, die das Modell mitbringen muss, um die Rasenfläche auch in der vorgesehenen Zeit zu bewältigen. Schließlich brauchen Sie Zwangspausen durch schlechtes Wetter nicht zu berücksichtigen, denn das Gerät mäht bei jeder Wetterlage einfach weiter.


Mähroboter sollten sogar bei Regen mähen


Nicht selten regnet es immer wieder auch mal mehrere Tage am Stück. Mit einem Regensensor ausgestattet würde der Mähroboter seine Fahrt damit tagelang unterbrechen. Das widerspricht jedoch der grundsätzlichen Arbeitsweise des Geräts.

Ein Mähroboter ist darauf ausgelegt, den Rasen mehrere Male pro Woche zu mähen, sodass jedes Mal nur ein sehr kurzer Rasenschnitt anfällt. Dieser landet als Mulch auf dem Rasen und zersetzt sich dort, um als natürlicher Dünger in den Boden zu gelangen.


Bleibt der Rasenschnitt nun aufgrund des Wetters für mehrere Tage aus, wächst das Gras – vor allem auch begünstigt durch den Regen – übermäßig nach. Beim nächsten Rasenschnitt fällt damit ein deutlich längeres Schnittgut an, das unter Umständen nicht mehr schnell genug verrottet, sondern ein Verfilzen des Rasens begünstigt.


Und auch abgesehen davon, dass der Rasen durch die fehlende Belüftung unter dem ausbleibenden Schnitt leiden könnte: Für Rasenpflanzen gilt die Ein-Drittel-Regel, da sie durch einen allzu radikalen Rückschnitt geschwächt und anfälliger für Krankheiten werden. Auch das kann sich negativ auf das perfekte Schnittbild auswirken.


Sollte der Rasen dann auch noch zu lang nachgewachsen sein und die maximale Schnitthöhe des Roboters zu übersteigen, hilft ohnehin nur noch der Griff zum klassischen Rasenmäher.


Gründe gegen den Einsatz des Mähroboters bei Regen


Natürlich kann ein kurz anhaltender Platzregen ein Grund dafür sein, die Arbeit des Mähroboters für eine kurze Zeit zu unterbrechen. Dank moderner Steuerungsoptionen per App ist das ganz bequem auch vom Sofa aus möglich. 
Das ist vor allem sinnvoll, wenn es im Garten sehr viele Passagen gibt, die häufige Wendemanöver erfordern, sodass der Boden unter der Dauerbelastung durch die Räder leiden könnte.


Mähroboter, die nicht über spezielle geländegängige Räder verfügen, haben unter Umständen auch Probleme mit größeren Steigungen, an denen eine besondere Rutschgefahr droht, oder auch Laub. Mit grobstolligen Geländerädern sollten sich hier allerdings keinerlei Probleme ergeben.
Schließlich kommt es auf die eigene Bequemlichkeit an, ob der Mähroboter bei Regen fahren sollte oder nicht. Nasses Gras neigt eher dazu, an den Rädern und dem Mähdeck zu haften, sodass sich der Reinigungsaufwand eventuell vergrößert. Wer sich daran nicht stört oder direkt zu einem Modell mit automatischem Mulchentferner greift, kann seinen Roboter getrost auch bei Regen zur Arbeit schicken.

Was früher durchaus sinnvoll war, verliert zunehmend seine Gültigkeit. Moderne Mähroboter benötigen in der Regel keinen Regensensor mehr. Sind die Geräte mit weiteren Merkmalen wie Gelände-Rädern und einem Mulchentferner ausgestattet, spricht absolut nichts dagegen, den Roboter auch bei Regen weiterfahren zu lassen. Zumindest, so lange sich keine stehenden Pfützen auf dem Rasen bilden, denn „unter Wasser“ kann auch das beste Modell am Markt nicht mähen.

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